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Kurzinterview mit Valentin Perego,
Finanzvorstand der Stadt Opfikon

Valentin Perego ist seit Frühling 2010 neuer Finanzvorstand der Stadt Opfikon. Im Kurzinterview erzählt er über die Bedeutung des Entwicklungsgebietes Glattpark und des Gebietsmarketings Glattpark, in dem auch die Stadt Opfikon als Grundeigentümerin vetreten ist. Weitere Themen sind die städtischen Finanzen sowie die Zusammenarbeit mit der angrenzenden Stadt Zürich. Sobald der neue Stadtteil Glattpark fertig gestellt ist, werden die beiden Städte nahtlos zusammenwachsen.

Was bedeutet Glattpark für Sie als Finanzvorstand der Stadt Opfikon?

Einerseits ist Entwicklung in jedem Lebensbereich interessant, so erst recht die Entwicklung eines ganzen Stadtteils. Für die städtischen Finanzen ergeben sich Belastungen durch Bau, Unterhalt und Betrieb von Infrastruktur-Anlagen. Anderseits fliessen natürlich auch Steuereinnahmen, wobei weniger deren Umfang als vielmehr die Stabilisierung der Erträge für Opfikon speziell wichtig ist. Der Anteil der natürlichen Personen steigt, was unsere enorm exponierte Situation gegenüber Schwankungen der Steuererträge lindert. Die Handänderungssteuer wurde ausgerechnet in dem Moment abgeschafft, als man in Glattpark nach 40jähriger Planung endlich zur Baureife kam. Dies war für die Stadt Opfikon aus finanzieller Sicht ein schlechter Zeitpunkt.

Opfikon gehört zu den steuergünstigeren Gemeinden des Kantons Zürich und war auch längere Zeit sogar in der Spitzengruppe. Hat eine erfreuliche Entwicklung von Glattpark einen Einfluss auf den Steuerfuss?

Der Steuerfuss wird von so vielen Parametern beeinflusst, dass eine solche Zuordnung nicht möglich ist. Wie erwähnt, erwarte ich künftig einen etwas stabileren Geldfluss. Ausserdem profitieren wir beim Finanzausgleich von der höheren Einwohnerzahl. Wir haben in den letzten 20 Jahren durchschnittlich fast 20 Steuerprozent pro Jahr abliefern müssen. Der neue Finanzausgleich wird zwar rechnerisch noch höhere Belastungen bringen, aber die günstigere Struktur der Gemeinde wird die Basiszahlen etwas abschwächen. Die absolut gesehen höheren Steuererträge durch die zusätzlichen Steuerzahler werden sich wohl etwa mit den zusätzlichen Ausgaben neutralisieren, wobei die heutige Entwicklungsphase eher noch einen Ausgabenüberhang mit sich bringt.

Glattpark wird nahtlos über die Grenze mit Zürich-Seebach zusammenwachsen. Wie eng arbeiten Sie mit der Nachbarstadt Zürich zusammen?

Die Stadt Zürich ist immer noch der grösste Grundbesitzer in Glattpark. Allerdings zieht sich die Stadt Zürich auf jene Grundstücke zurück, für die sie eine eigene Verwendung sieht und verkauft nach und nach den Rest. Schon deshalb ist ein gemeinsames Interesse an einer Zusammenarbeit da. Die Vorstellung, dass die Gemeindegrenze quasi überwunden werden könnte, ist allerdings überrissen. Die beiden Städte werden auch in Zukunft ihre Bürde alleine tragen und sind für ihre Seite der Grenze voll und ganz zuständig.

Wie beurteilen Sie die Wirkung des Gebietsmarketings Glattpark?

Die Gründung des Gebietsmarketings durch die Grundeigentümer – zu denen wir ja auch gehören – war von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Gebiets. Ohne diese Anstrengungen wäre die Entwicklung wesentlich langsamer verlaufen. Das hätte aber nicht nur bedeutet, dass die Finanzierung der Erschliessung und auch des Parks schwieriger geworden wäre; es wäre auch nicht diese starke Dynamik entstanden, die sowohl Einwohner als auch Unternehmen derart anzieht. Ich bin im übrigen der Ansicht, dass es falsch wäre, die Marketing-Anstrengungen einzustellen, wenn Glattpark einmal „fertig gebaut“ ist. Es wird dann sicher andere Ansätze brauchen, aber ohne ein solches Instrument gleitet Glattpark rasch in die Gewöhnlichkeit ab, was rasch auch auf die Zusammensetzung der Bevölkerung und der Unternehmen abfärbt.

Bisher hat die Stadt Opfikon keine eigenen Bauten in Glattpark realisiert. Wird das so bleiben, oder sind gemeindeeigene Bauten geplant?

Wir haben immerhin den Opfikerpark angelegt, dessen Baukosten zu mehr als einem Drittel von der Stadt getragen wurden und dessen Unterhalt ganz von der Stadt übernommen worden ist. Wir müssen wohl auch bald ein Primarschulhaus bauen, wofür das benötigte Land gesichert ist. Darüber hinaus sehe ich kaum Bedarf für Anlagen, welche spezifisch Glattpark dienen. Allenfalls werden kleinere Einrichtungen wie Kindergärten oder Krippen benötigt. Es wäre allerdings anzustreben, dass auch einmal eine gesamtstädtische Einrichtung hier platziert wird, statt immer nur in der „alten“ Stadt Opfikon. Warum sollte hier nicht irgendwann ein Stadthaus, ein Werkhof, eine Kirche oder ein Gemeindezentrum stehen? Die Integration von Glattpark in die ganze Stadt würde schon mit einer einzigen derartigen Institution enorm gefördert. Allerdings kann so etwas natürlich nur entstehen, wenn auch der entsprechende Bedarf vorhanden ist.

Zahlen Stadt Opfikon 2009

Valentin Perego
Finanzvorstand

 
       
   

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